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Fürbitten-Vorschlag für den Gemeinde-Gottesdienst

Ein Angebot des Bistums Trier

Montag, 23. Januar 2023

Fürbitten-Vorschlag für ein Friedensgebet

Autor/-in: Emailaltfried g. rempe
Thematischer Bezug:

Diese Fürbitten-Vorschläge sind u.a. für das Friedensgebet im Trierer Dom gedacht - jeweils am 24. eines Monats. Vielleicht können diese Bitten für Ihr eigenes Friedensgebet helfen - wir haben sie zum 24. Januar aktualisiert - elf Monate nach dem Beginn des Überfalls und angesichts fortgesetzter Angriffe auf die Infrastruktur und die Bevölkerung der Ukraine - und aktualisieren weiterhin gelegentlich. (Wenn Sie selbst aktuelle Nachrichten zum Krieg suchen: Wir schauen immer wieder auf den Newsblog des DLF...)

Einleitung:

Der Krieg dauert schon elf Monate und geht grausam immer weiter...
Nach fast einem Jahr (und eigentlich weiteren acht Jahren) Krieg gegen die Ukraine
   vertrauen wir dem Gott des Friedens auch heute wieder
die Not der Menschen dort an und beten:

Bitten:

... für die sicher mehr als 10.000 Männer, Frauen und Kinder,
die in Städten und Dörfern verletzt oder getötet worden sind –
etwa in Dnipro und Saporischschja, rund um Bachmut und in Chasiv Yar in der Region Cherson.
Für alle Toten des Krieges, auch für die bei ukrainischen Gegenangriffen gestorbenen –
und für alle, die um liebe Menschen trauern.

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Für alle Menschen auf der Flucht.
Für alle, die sie aufnehmen und ihnen Arbeit geben.
Für Familien und Menschen im Land – oft ohne Strom, Heizung und Wasser.
Für alle, die ihre Häuser und Städte und die zerstörten Anlagen wieder aufbauen.
Für alle, die weiter auf Frieden hoffen.

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Für die Kinder, die ganz besonders unter den Angriffen leiden
und an Depressionen und an Angstzuständen erkranken;
für die vielen, die wegen Kälte und Stromausfall weder in die Schule gehen
   noch online lernen können.
Für alle, die durch Minen in großer Gefahr sind –
und für über 12.000 verschleppte Kinder...

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Für alle Vermissten oder Kriegs-Gefangenen.
Für die von der russischen Besatzung Befreiten;
   für Gefolterte und Misshandelte, die wieder atmen können.
Wir beten für alle,
  die die Wahrheit über Kriegs-Verbrechen herausfinden und berichten.
Und auch für Politik und Wirtschaft in der Ukraine,
die gegen Korruption und andere Vergehen im eigenen System vorgehen.

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Für alle, die von außen erleben müssen,
  wie ihre Lieben und andere Menschen in der Ukraine leiden.
Für Kranke und Verletzte dort, deren medizinische Versorgung schwierig ist.
Und für alle, die immer weiter Hilfe und Ersatzteile und warme Kleidung ins Land bringen.
Für alle, die aktiv bleiben, obwohl viele hier und anderswo schon "kriegsmüde" werden.
(Bistum Trier: Und auch für die Malteser aus unserem Bistum.)

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Wir beten für die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft,
   die Waffen liefern um die Ukraine zu unterstützen –
   obwohl sie eigentlich Frieden wollen und das Ende der Gewalt.
Für alle, die hier darüber streiten, ob und was geliefert werden soll.
Für die Leute der Internationalen Atomenergiebehörde in fünf ukrainischen AKWs.
Für Gottes ganze Schöpfung, die unter dem Krieg
   und unter den Kriegsfolgen schwer leidet.

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Wir beten für alle in der ganzen Welt,
   die sich nach Gerechtigkeit und Frieden sehnen.
Für die Frauen und Männer in Politik und Diplomatie,
  in der UNO und auf allen Ebenen,
die weiter auf eine Friedens-Dynamik hoffen
   und das Gespräch suchen – auch hinter den Kulissen.

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Wir beten für Politik und Wirtschaft,
   die überall große wirtschaftliche Probleme zu bewältigen haben.
Für Menschen und Betriebe,
   die ihr Leben oder ihre Geschäfte einschränken müssen
oder deren wirtschaftliche Existenz in Gefahr ist,
   weil Gas und Strom und fast alles so teuer werden.
Und für alle, die Gewinne und Reichtümer gerechter verteilen wollen.

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Für die vielen Staaten und Völker,
und für alle Menschen in der Welt,
   die unter Krieg und Hunger und anderen Ungerechtigkeiten leiden;
besonders beten wir für die Länder und Menschen,
   die wegen des Ukraine-Krieges fast in Vergessenheit geraten sind.

kurze Stille - V: Lebendiger Gott des Friedens – A: wir bitten dich, erhöre uns

(oder GL 300 "Heiliger Herre Gott..." - evtl nach je zwei Fürbitten)

Abschluss-Gebet:

Diese Bitten und die vielen Anliegen,
die jetzt unausgesprochen bleiben müssen,
kennst Du, Lebendiger Gott des Friedens und des Trostes –
und bist in deinem Sohn Jesus Christus nah bei allen Menschen in Not.
Dankbar legen wir ihre und alle Bitten zusammen
in das Gebet, das Jesus uns zu beten lehrt…

Vater unser…

(Hier finden Sie das VaterUnser auch in Ukrainisch)

Warum beten?

"Wer sonst sollte Frieden möglich machen können, wo alle menschlichen Bemühungen zum Scheitern verurteilt sind, weil sich ein paar mächtige Männer an ihre Macht klammern!? Wer um Frieden oder wenigstens einen Waffenstillstand betet für die Ukraine und die Vielen, die von dort auf der Flucht sind: wer sich an Gott wendet, solidarisiert sich mit den Menschen, die unter dem Krieg leiden – jetzt leiden und noch lange leiden werden.
Sie sind dankbar für diese Verbindung, haben Ukrainerinnen uns gesagt. Sie waren eigentlich zufällig im Dom, als das FriedensGebet anfing – und sind natürlich geblieben bis zum Vaterunser in ihrer eigenen Sprache."

(altfried g. rempe - Wort zum Tag in SWR2, Pfingsten 2022)


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