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Keine Zeit ohne ehrenamtliche Gremien

Pfarreiengemeinschaften im Übergang

Auch in der Phase des Übergangs soll es im Bistum Trier keine Zeit ohne ehrenamtliche Gremien geben. Daher werden dort, wo zum 1. Januar 2020 neue Pfarreien errichtet werden, die jetzigen Gremien bereits einen ersten Rat der Pfarrei mit seinen beiden Kammern wählen. Dieser soll sich dann spätestens drei Wochen nach Errichtung der neuen Pfarrei konstituieren.

Auch in den Pfarreien, die erst später in eine neue Pfarrei übergehen, sollen engagierte Räte die Entwicklung im Übergang begleiten; das ist eine Basis für einen guten Veränderungsprozess.

Übergangsmandate

Durch die Errichtung der neuen Pfarreien in zwei Phasen haben manche Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften eine längere Zeit des Übergangs vor sich. Für diese Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften sowie die jeweiligen Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände sind die Themen Übergangsregelungen und Übergangsmandate besonders wichtig.

Für Pfarrgemeinderäte, Pfarreienräte, Pfarreienräte Direkt, Kirchengemeinderäte und Verbandsvertretungen sind sogenannte Übergangsmandate vorgesehen. Das Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode sieht vor, dass „die amtierenden Räte ihre Geschäfte ungeachtet des Ablaufs der Amtszeit bis zur rechtsverbindlichen Aufhebung der betroffenen Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften fortführen“. So entsteht das sogenannte Übergangsmandat.

Damit ist zunächst nur ausgesagt, dass die Arbeitsfähigkeit der Gremien bis zur Errichtung der neuen Pfarrei sichergestellt ist – und zwar ohne Neuwahlen. Angesichts des zeitlichen und finanziellen Aufwands wären Neuwahlen für einen eher kurzen Zeitraum unverhältnismäßig. Andererseits arbeiten die Gremien weiter auf der Basis einer rechtlichen Regelung durch den Bischof.

Persönliche Auseinandersetzung erwünscht

Mit diesem gesetzlichen Übergangsmandat ist nicht verbunden, dass Gremienmitglieder ihr Mandat ungefragt verlängern sollen oder müssen. Deshalb hat der Generalvikar sich an die Mitglieder der Räte in diesen Pfarreien und Kirchengemeinden gewandt und sie gebeten, sich persönlich und bewusst mit der Frage auseinanderzusetzen, ob sie ein solches Übergangsmandat annehmen wollen und können.

Die Nutzung dieses „Ausnahmefall Übergangsmandats“ ist nach Prüfung aller Alternativen der beste und unaufwändigste Weg, eine stabile Gremiensituation im Übergang zu sichern: Das gesetzliche Übergangsmandat gewährleistet die Handlungsfähigkeit der jetzigen Pfarreien bis zur Errichtung der neuen Pfarreien.

Im Übergang zu den Pfarreien der Zukunft helfen starke Gremien sehr. Eine der wichtigsten Aufgaben im Zugehen auf diese neuen Pfarreien wird die Wahl des ersten Rates der Pfarrei sein, der ja von einer Wahlversammlung der amtierenden Räte gewählt werden wird.

Natürlich kann jede und jeder, der oder die die Arbeit in einem Gremium nicht fortsetzen will, das Engagement in legitimer Weise als beendet erklären. Dazu haben die Gremien einen Brief des Generalvikars mit einem entsprechenden Formular erhalten.

Verwaltungsräte und Dekanatsräte

Ausnahmen vom Übergangsmandat

Für die Ende 2019 ausscheidenden Mitglieder der Verwaltungsräte soll der Pfarrgemeinderat wie bislang Mitglieder nachwählen. Insofern betriff t die Frage nach der Übernahme eines Übergangsmandates diese Personengruppe nicht. Die Amtszeit der Verwaltungsräte endet mit der Errichtung der neuen Pfarreien.

Ein besonderer Fall liegt dort vor, wo es statt eines Pfarrgemeinderates einen Pfarreienrat Direkt gibt; dort werden bisher die Verwaltungsräte in Urwahl gewählt. Für diese Verwaltungsräte gilt die Regelung des Übergangsmandats analog zum oben beschriebenen Vorgehen für die anderen Räte.

Die Dekanate bestehen bis zur Errichtung der neuen Pfarreien fort. Der Dekanatsrat ist ein Organ des Dekanats. Die Amtszeit der amtierenden Dekanatsräte läuft aus. Es kann auch weiterhin einen Dekanatsrat geben, wenn die pfarrlichen Gremien, die durch ein Übergangsmandat im Amt bleiben, einen Dekanatsrat wählen.

Mehr Informationen

So geht es weiter

Informationen für die Pfarreien, die zum 1. Januar 2021 errichtet werden (Phase II) finden Sie aktuell auf dieser Seite.

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