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Zur Umsetzung / Implementierung der Synodenbeschlüsse:

Häufige Fragen zur Pfarrei der Zukunft

Die Pfarrei der Zukunft kommt näher - jedenfalls in den 15 Pfarreien, die ab dem 1. Januar 2020 "Pfarreien der Gegenwart" sein werden. Es gibt immer noch viele Fragen - die ganz häufigen versuchen wir hier möglichst aktuell zu beantworten...

Gremien / Räte in der Pfarrei der Zukunft / Personal...

  • Warum gibt es nur den Rat der Pfarrei und kein eigenes Verwaltungsgremium? (EinBlicke 2) Switch

    Die Frage, ob es ein „Einkammersystem“ oder ein „Zweikammersystem“ geben soll, wurde lange und kontrovers an verschiedenen Stellen diskutiert; der Bischof hat die Entscheidung getroffen, mit dem Vorschlag in die Anhörung zu gehen, dass der Rat der Pfarrei die Themen der Pastoral und der Verwaltung bündelt, verbindet und miteinander in Einklang bringen soll und es somit kein eigenes Vermögensverwaltungsgremium geben soll.

    Die Pfarrei der Zukunft hat eine besonders wichtige pastorale Aufgabe: sie soll sich den Herausforderungen der heutigen Gesellschaft stellen. Dazu soll sich ein diakonisches und missionarisches Profil entwickeln. Das Rahmenleitbild gibt dafür eine verbindliche Orientierung. In jeder Pfarrei der Zukunft soll ein Prozess starten, der einerseits am Evangelium Jesu Christi und den sieben Leitsätzen ( EinBlicke 1) Maß nimmt und andererseits die Bedürfnisse der Menschen im Blick hat.

    Der Rat der Pfarrei steuert gemeinsam mit dem Leitungsteam diesen Prozess, Daher ist es wichtig, dass der Rat der Pfarrei ein starkes und entscheidungsfähiges Gremium ist. Die pastoralen Fragen sind immer mit den zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen zusammen zu denken, sonst wird eine zielführende Schwerpunktsetzung nicht möglich sein. Daher hat der Bischof sich für das „Einkammersystem“ entschieden.

    Damit die Vermögensfragen zielführend bearbeitet werden können, wird es verpflichtend einen Ausschuss geben, der diese Themen vorbereitet und dem gesamten Rat vorlegt.

  • Sind im Rat der Pfarrei alle bisherigen Pfarreien vertreten? (EinBlicke 2) Switch

    Der Rat der Pfarrei soll Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenbringen, damit sie auf das Ganze der Pfarrei der Zukunft schauen. Der Rat soll strategisch arbeiten. Es geht nicht darum, „Lobbyarbeit“ für den jeweiligen Wohnort zu machen. So wird der Rat die Interessen der verschiedenen Orte von Kirche wahrnehmen und abwägen können. Und gerade dann, wenn der Rat der Pfarrei in Vermögensfragen schwierige Entscheidungen treffen muss, ist es wichtig, dass er Kriterien festlegt, an denen er diese orientiert. So werden Entscheidungen, auch wenn sie umstritten sind, für alle nachvollziehbar.

    Der Rat der Pfarrei setzt sich nicht aus Vertretungen der ehemaligen Pfarreien zusammen. Dies ist weder im Gesetz noch für die erst zu erstellende Wahlordnung vorgesehen. Schon wegen der großen Anzahl ehemaliger Pfarreien würde ein solches Vertretungsprinzip den Rat zu groß werden lassen. Wählbar ist, wer am Wahltag mindestens 16 Jahre alt ist, das Firmsakrament empfangen hat, in der Pfarrei wohnt oder aber in ihr Dienste übernimmt.

    Die Wahl erfolgt in zwei Schritten: zunächst findet die Urwahl von 10 Mitgliedern statt. Dann wählt die Synodalversammlung 10 weitere Mitglieder. Die Synodalversammlung kann so bei ihrer Wahl berücksichtigen, welche Gruppen oder Regionen noch fehlen. Durch die zwei Berufungen können durch den Rat selbst fehlende Perspektiven ergänzt werden.

  • Wie ist das eigentlich mit den Priestern in der Pfarrei der Zukunft? (EinBlicke 2) Switch

    Derzeit (Stand 2018) sind im Bistum Trier rund 350 Priester im aktiven Dienst: ca. 220 Bistumspriester, rund 90 Ordenspriester und etwa 30 Priester aus anderen Bistümern bzw der Weltkirche. 35 von ihnen werden künftig als Pfarrer in den Leitungsteams der Pfarreien arbeiten. Es ist kirchenrechtlich so vorgesehen, dass eine Pfarrei von einem Priester geleitet wird. Wir denken Leitung aber im kirchenrechtlich vorgesehen Rahmen weiter: kollegial und mit geteilter Verantwortung und Macht. Deswegen sehen wir Leitungsteams für die Pfarreien der Zukunft vor ( Seite 6). Der Pfarrer im Leitungsteam wird den Vorsitz im Team haben.

    Vom Staatskirchenrecht her kommt dem Pfarrer im Leitungsteam eine weitere Rolle zu: Er hat den Vorsitz im Rat der Pfarrei, weil dieses Gremium auch für die Vermögensverwaltung zuständig ist. Auch diese Rolle denken wir kollegial. Dem Pfarrer wird ein/e Moderator/in zur Seite gestellt ( EinBlicke 2 zu den Gremien).

    Die übrigen Priester werden dezentral im gesamten Raum der Pfarrei der Zukunft angesiedelt sein. Weil sie künftig weitgehend frei sind von Verwaltungsaufgaben, können sie verstärkt in der Seelsorge und in der Verkündigung arbeiten und die Sakramente feiern. Die konkreten Orte und Aufgabenfelder werden sich, abgesehen von den Priestern, die in Leitungsteams eingesetzt werden, erst nach Gründung der Pfarreien der Zukunft klären. Dies wird abhängig sein von den pastoralen Schwerpunkten und Bedarfen in den neuen pastoralen Räumen. Sie werden auch künftig den Titel „Pfarrer“ führen.

    Gemeinsam mit den Priestern werden viele weitere Seelsorgerinnen und Seelsorger präsent sein und in der Pfarrei arbeiten. Unser Ziel ist es, viele Ansprechpartnerinnen und -partner für die Gläubigen und freiwillig Engagierten in der Fläche zu haben.

  • Wie geht die Urwahl des Rates der Pfarrei vonstatten? (Direktwahl, Briefwahl, Wahllokal?) Switch

    Angedacht ist folgende Regelung: Es erfolgt ein Aufruf zur Wahlbeteiligung über die internen und öffentlichen Medien in der Pfarrei. Bis zu einem festgesetzten Zeitpunkt können sich die Menschen melden, die ihr Wahlrecht wahrnehmen und den Rat der Pfarrei wählen wollen.

    Die Wahl selbst kann dann als Briefwahl durchgeführt werden oder in einem Wahllokal zu einem festgesetzten Zeitpunkt.

  • Woher kommen die Kandidatinnen und Kandidaten? Switch

    Im Regelfall wohnen diese Personen in der Pfarrei; sie haben ein Interesse an der Gestaltung, Planung und Entwicklung der Zukunft der Pfarrei.

    Für die Gewinnung der Kandidatinnen und Kandidaten ist es sicherlich erforderlich, dass geeignete Personen direkt angefragt werden und dass im Vorfeld mit ihnen Gespräche stattfinden. Dabei geht es um die Aufgaben, Rechte und Pflichten; und auch über Motive, warum es interessant sein kann, in solch einem Gremium mitzuarbeiten. Auch die Synodalversammlung kann ein Ort sein, an dem geeignete Personen gefunden bzw. vorgeschlagen werden können.

  • Ist die Machtansammlung beim Rat der Pfarrei mit max. 27 Personen nicht zu groß? Switch

    Die Synode beschreibt im vierten Perspektivwechsel, dass das synodale Prinzip bistumsweit gelebt werden soll. Das hat Auswirkungen darauf, wie zukünftig die Themen beraten und entschieden werden; damit hat es auch Auswirkung darauf, wie Macht wahrgenommen wird.

    Leitung bedeutet nach dem synodalen Prinzip, dass es immer um Entscheidungen zum Wohl der gesamten Pfarrei geht und nicht darum, Einzelinteressen durchzusetzen. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, muss der Rat die verschiedenen Perspektiven betrachten und gegeneinander abwägen; erst dann ist eine angemessene Entscheidung möglich und vertretbar.

    In diesem Zusammenspiel ist auch die Synodalversammlung ein wichtiges Element; in der Synodalversammlung wird es darum gehen, Schwerpunkte zu verabreden und Themen zu entdecken, die für die Pfarrei wichtig sind. Der Rat der Pfarrei und das Leitungsteam müssen in der Synodalversammlung Rechenschaft darüber abgeben, wie sie mit diesen Themen umgegangen sind. Auch das hilft, die Entscheidungen für grundlegende Themen auf eine breite Basis zu stellen.

     

  • Kommt im Ein-Kammer-System die Pastoral zu kurz? Switch

    Können bei einem Einkammersystem die pastoralen Fragen überhaupt noch eine Rolle spielen angesichts des immensen finanziellen Aufwandes der großen Einheiten?

    Das Einkammersystem verbindet die pastoralen Fragen und die Verwaltung des Vermögens der Pfarrei. Ziel ist, dass bei den Beratungen immer beide Perspektiven eine Rolle spielen. So soll eine bestmögliche Integration pastoraler Entwicklung mit den wirtschaftlichen Fragen erreicht werden.

    Um zu vermeiden, dass pastorale Themen zu wenig Beachtung finden, soll es verbindlich einen Verwaltungsausschuss geben. Er wird Fragen der Vermögensverwaltung vorbesprechen und ausarbeiten. Die Entscheidungen trifft aber immer der gesamte Rat der Pfarrei.

  • Wir vermissen den Begriff „Gemeindeteams“; wird es so etwas geben? Switch

    Es ist die Frage, wie sich Menschen organisieren können, die das gemeindliche Leben vor Ort gestalten möchten: Wer organisiert und gestaltet entlang des Kirchenjahres und der daran orientierten Feste und Traditionen einer Gemeinde das Leben der christlichen Gemeinschaft? Diese Aufgaben haben bisher meist die Pfarrgemeinderäte koordiniert und auch durchgeführt.

    Von diesem Engagement lebt auch die Pfarrei der Zukunft. Zum Beispiel könnten sich lokale Teams bilden, die diese Aufgaben weiterhin übernehmen. Diese Teams werden meist für ein bestimmtes Gebiet zuständig sein; sie bilden sich auf Initiative der Menschen vor Ort.

    Hauptamtliche werden weiterhin in der Fläche der Pfarrei eingesetzt sein und die Engagierten auch bei solchen Inititativen unterstützen. 

  • Was passiert, wenn es Verwaltungsteams gibt, sich aber keine lokalen Teams finden? Switch

    Sowohl die Bildung der Verwaltungsteams als auch die Bildung der lokalen Teams geschieht freiwillig.

    Ein Verwaltungsteam bekommt für eine bestimmte Aufgabe ein Mandat des Leitungsteams der Pfarrei der Zukunft; ebenso wird auch ein lokales Team überlegen wollen, was wichtig ist und wie sich die Personen in das kirchliche und gemeindliche Leben einbringen wollen. So wird es sicher eine Vielzahl von Teams geben mit unterschiedlichen Aufgaben und örtlichen Zuständigkeiten.

    Wenn Menschen entdecken, dass es eine wichtige Aufgabe oder ein wichtiges Thema gibt, für das sich bisher noch keine Gruppe gefunden hat,  können sie die Initiative ergreifen und ein Team oder eine Gruppe dazu gründen. Es wird aber nicht mehr an allen Orten alles geben. Dies ist ein wichtiges Ergebnis der Synode. Es sollen Schwerpunkte gesetzt werden, die den Bedürfnissen der Menschen und den Fähigkeiten der Engagierten jeweils vor Ort bzw. im jeweiligen Raum entsprechen.

  • Konferenz-Struktur für die Hauptamtlichen? Switch

    Wird es für die Seelsorgerinnen und Seelsorger zukünftig
    auch eine Konferenzstruktur geben oder entscheidet das jede PdZ für sich?

    Es wird sehr wichtig sein, dass die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrer Zusammenarbeit eine Struktur geben. Für die Gestaltung dieser (Konferenz)Struktur gibt es vom Bistum keine einheitliche Vorgabe; es liegt in der Hoheit der Pfarrei, die Zusammenarbeit zu organisieren. Es wird dazu auch unterschiedliche Notwendigkeiten und Voraussetzungen geben.

  • Haben die Hauptamtlichen im Rat der Pfarrei & in der Synodalversammlung auch einen Platz? Switch

    Im Rat der Pfarrei haben die Mitglieder des Leitungsteams qua Amt Sitz und Stimme; die weiteren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können beratend je nach Thema und Anlass an einer Sitzung teilnehmen.

    In der Synodalversammlung sind alle pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitglied und haben Stimmrecht.

  • Wie kommt ein Ort von Kirche zu einer delegierten Person für die Synodalversammlung? (EinBlicke 2) Switch

    Wenn Sie sich an einem Ort von Kirche engagieren und in der Synodalversammlung mitreden, zuhören und mitarbeiten wollen, dann nehmen Sie sich die Zeit zu einer Zusammenkunft in Ihrem Stadtteil, in Ihrer Gruppe, groß oder klein, an Ihrem Ort von Kirche. Fragen Sie sich: Sehen das alle hier so, dass wir ein Ort von Kirche sind? Klären Sie in der Zusammenkunft, welche Person Sie aus Ihrem Ort von Kirche in die Synodalversammlung delegieren möchten. Die Pfarreien, die erst in der zweiten Phase als Pfarrei der Zukunft errichtet werden, haben für diese Klärung etwas mehr Zeit. Setzen Sie sich nach Ihrer internen Klärung mit dem künftigen Rat der Pfarrei in Verbindung und informieren Sie ihn darüber, wen Sie gerne delegieren möchten. Der künftige Rat der Pfarrei möchte von Ihnen wissen, ob Sie dem diözesanen Rahmenleitbild für die Pfarrei ( EinBlicke 1) zustimmen; ob Sie die Gliederung der Pfarrei in Orte von Kirche, die Synodalversammlung, den Rat der Pfarrei mit dem Leitungsteam anerkennen; was Sie als Ort von Kirche ausmacht und was Ihr Beitrag zur Pfarrei ist. Wenn Sie dem zustimmen, wird die von Ihrem Ort von Kirche delegierte Person zur Synodalversammlung eingeladen (vgl. PGO §§ 4 f.).

    Wenn Sie für diesen Schritt der Klärung Unterstützung wünschen, wenden Sie sich bitte an Ihre Hauptamtlichen oder an die Mitglieder der Steuerungsgruppe für den Übergang zur Pfarrei der Zukunft, die für jede Pfarrei der Zukunft eingerichtet sind.

  • Unsere jetzige Pfarrgemeinde, unsere Filiale ist übersichtlich und wir wollen zusammen als ein Ort von Kirche auch künftig gemeinsam weiterarbeiten – geht das? (EinBlicke 2) Switch

    Ja, das kann ein Ort von Kirche sein mit einem ganz wichtigen Dienst und einer speziellen Aufgabenstellung, z. B.

    • Ansprechpartner für Vereine und Kommunen sein,

    • das kirchliche Leben in einem Dorf oder Stadtteil im Blick behalten,

    • kirchliche Akteure an einem Ort zusammenbringen,

    • sich mit anderen Leitungen von Orten von Kirche vernetzen,

    • koordinierende Servicestelle sein und

    • Kontaktstelle für die hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sein.

    Wenn Sie sich so zusammenfinden wollen, ist es sicherlich hilfreich, wenn Sie eine Art Koordinierungsgruppe bilden, aus der Sie später auch jemand in die Synodalversammlung delegieren könnten.

    Diese Koordinierungsgruppe ist nicht zu verwechseln oder gleichzusetzen mit bisherigen Pfarrgemeinderäten oder Pfarreienräten. Sie könnte ein Ort von Kirche sein, gleichberechtigt neben anderen.

Weitere häufige Fragen zum Formalen Anhörungsverfahren

  • Warum ist eine formale Anhörung notwendig? Switch

    Es geht um eine neue Gestalt der („territorialen“) Seelsorge in der Pfarrei

    Im Gegensatz zu den Anhörungen bei bisherigen Fusionen von Pfarreien zu einer Pfarrei ist bei den anstehenden grundlegenden, nachsynodalen Veränderungen ein differenziertes Verfahren zu gestalten. Bisher wurden die Pfarrer und die betroffenen Gremien lediglich dazu befragt, ob sie der angedachten Fusionen mehrerer Pfarreien unter den gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen zustimmen.
    Jetzt geht es  darum, dass für das gesamte Bistum eine neue strukturelle Gestalt der territorialen Seelsorge eingeführt werden soll. Daher ist der Gegenstand der ersten Anhörung nicht das konkrete Dekret (zur Errichtung der jeweiligen Pfarrei der Zukunft), sondern der neue gesetzliche Rahmen (für das ganze Bistum und für alle Pfarreien der Zukunft).

  • Womit müssen sich die Gremien und die anzuhörenden Personen bei der Anhörung befassen? Switch

    Bei der Anhörung geht es um das
    Erste Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013 bis 2016

    Dieses Gesetz legt die rechtlichen Grundlagen dar und beschreibt damit die für alle geltenden Rahmenbedingungen der Pfarreien der Zukunft. Dies sind z.B.

    • die Regeln zur „Universalsukzession“ (die neue Pfarrei tritt in alle Rechte und Pflichten der bisherigen Pfarreien in ihrem Gebiet ein) mit den Auswirkungen auf Vermögen und Personal,
    • die Gremienstruktur und damit die Möglichkeiten der formalen Beteiligung des Gottesvolkes an der Gestaltung der Pfarrei der Zukunft (Synodalversammlung, Verwaltungsteams, Rat der Pfarrei, Ehrenamtliche im Leitungsteam)
    • und die Beschreibung des Leitungsteams, dem die Verantwortung für die Pfarrei übertragen ist.

    Im Ersten Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013 bis 2016 finden sich

    • die Auflösungs- und Errichtungsordnung (bisherige Pfarreien – Pfarreien der Zukunft)
    • die Gremien- und Wahlordnungen
    • die neue Fassung des Kirchenvermögensverwaltungsgesetzes (KVVG).

    (Das Gesetz erscheint also eigentlich als eine Sammlung von unterschiedlichen Ordnungen und Regelungen.)

  • Zu welchen Themen und Inhalten des Gesetzes werden die Gremien und Personen angehört? Switch

    • Veränderungen im priesterlichen Dienst (Leitung der Pfarrei durch ein Leitungsteam, Rolle des Pfarrers im Leitungsteam und Rolle der anderen Pfarrer)
    • Veränderungen im Einsatz der in der Pastoral Tätigen
    • Veränderungen von Seelsorgestrukturen
    • Auflösung von Pfarreien und Errichtung von Pfarreien
    • Auflösung von Kirchengemeinden und Errichtung von Kirchengemeinden
    • Auflösung von Kirchengemeindeverbänden
    • Auflösung von Pfarreiengemeinschaften
    • Auflösung von Dekanaten
  • Wer ist anzuhören – und zu welchen Themen / Inhalten des Gesetzes? Switch

    Nach universalem Kirchenrecht und diözesanem („partikularem“) Recht sind diejenigen (Personen und Gremien) zu hören, die ein rechtliches Interesse an der Errichtung, Aufhebung und Veränderung der Pfarreien haben. Außerdem ist nach partikularem Recht der Dekanatsrat bei Veränderungen von Strukturen zu hören, die das Dekanat betreffen. Priesterrat und Diözesanpastoralrat sind bei strukturellen Veränderungen der territorialen Seelsorge zu hören.

    Diese Anhörungs-Rechte will das Bistum umfassend auslegen. Das Gesetz selbst regelt daher, dass in die Anhörung auch die Pfarreienräte, die Dekanatskonferenzen und die Dechanten einbezogen werden.

  • Wozu werden die Gremien der Pfarreien und Kirchengemeinden angehört? Switch

    Es müssen gehört werden

    • die Pfarrgemeinderäte und
    • die Verwaltungsräte bzw. die Kirchengemeinderäte,
    • die „Pfarreienräte direkt“, insofern sie die Aufgaben des Pfarrgemeinderates wahrnehmen

    wegen folgender Themen:

    • Wegen der Aufhebung der Pfarreien und Kirchengemeinden,
    • ggfs wegen der Auflösung der Pfarreiengemeinschaften,
    • wegen Errichtung von Pfarreien der Zukunft und
    • wegen Errichtung der jeweils entsprechenden Kirchengemeinde.
    • die Verwaltungsräte bzw. Kirchengemeinderäte wegen der Aufhebung der Kirchengemeindeverbände.
    • die Verbandsvertretungen (in der zweiten Anhörungsphase zu den Dekreten wegen der einzelnen Pfarreien und Kirchengemeinden); dabei geht es um die Zuteilung des bei ihnen vorhandenen Vermögens auf die aufzulösenden Kirchengemeinden und um dessen Überführung in die neu zu errichtenden Kirchengemeinden.
    • Das Gesetz selbst bestimmt, dass die Pfarreienräte wegen der Auflösung der Pfarreiengemeinschaften angehört werden.
  • Wozu werden welche Gremien auf Dekanatsebene angehört? Switch

    Nach diözesanem Recht des Bistums müssen gehört werden

    • die Dekanatsräte wegen der Auflösung der Dekanate (es geht um „Veränderungen des diözesanen Strukturplans, die das Dekanat betreffen“.
    • Das Gesetz selbst bestimmt (neu), dass die Dekanatskonferenzen ebenfalls wegen der Auflösung der Dekanate angehört werden.
  • Welche Gremien auf Bistums-Ebene werden zu welchen Themen angehört? Switch

    Es müssen gehört werden

    • der Priesterrat
      • wegen der Aufhebung der Pfarreien und Kirchengemeinden,
      • wegen Errichtung von Pfarreien (der Zukunft) und der jeweils entsprechenden Kirchengemeinden ,
      • wegen der Auflösung von Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten
        (partikulares Recht: es geht um „pastorale Planungen und Seelsorgestrukturen“).
      • Über die unmittelbare Anhörung zum Gesetz hinaus soll der Priesterrat eine „Stellungnahmen zu priesterlichem Dienst, priesterlichem Leben und Priestergemeinschaften“ abgeben.
      • Er wird weiter angehört zu Fragen der Aufbauorganisation des Bistums.

    Die Anhörung des Priesterrats ist bei dessen Sitzung am 27. Mai vorgesehen.

    • der Diözesanpastoralrat
      • wegen der Aufhebung der Pfarreien und Kirchengemeinden,
      • wegen Errichtung von Pfarreien (der Zukunft) und der jeweils entsprechenden Kirchengemeinden,
      • wegen der Auflösung von Pfarreiengemeinschaften und Dekanaten
        (partikulares Recht: es geht um „Mitwirkung (des Pastoralrates) bei der Festlegung von Grundsätzen für den Einsatz der im pastoralen Dienst stehenden Personen“)
      • Außerdem wird der Diözesanpastoralrat angehört zu Fragen der Aufbauorganisation des Bistums.

    Die Anhörung des Diözesanpastoralrates soll in dessen Sitzung am 7. Juni stattfinden.

  • Wie werden die diözesanen Räte und weitere Personen eingebunden? Switch

    Es ist bisher nachsynodal geübte Praxis, die diözesanen Räte in ihrer Gesamtheit und weitere Personen, etwa aus Berufsverbänden und Mitarbeitervertretungen bei Richtungsentscheidungen gemeinsam zu beteiligen, soll die zusammengerufene Beratungsgemeinschaft der diözesanen Räte und weiterer Personen einbezogen werden. Diese Versammlung soll am 14./15. Juni stattfinden. (Sie wird vergleichbar sein mit den Treffen am 3. Oktober 2016, am 24. März 2017, am 24. November 2017 und am 29. September 2018)

  • Welche Personen werden zu welchen Themen angehört? Switch

    Es müssen gehört werden

    • die Pfarrer,
      • die Pfarrverwalterwegen der Aufhebung der jeweiligen Pfarreien und Kirchengemeinden,
      • wegen Errichtung von Pfarreien (der Zukunft) und der jeweils entsprechenden Kirchengemeinden.
    • die Dechanten wegen der Auflösung der Dekanate (Das regelt das Gesetz selbst; aufgrund partikularen Rechts wären die Dechanten nur als Mitglied des Dekanatsrats anzuhören.)

    Wie wird die Anhörung konkret ablaufen?

    Die anzuhörenden Gremien und Personen werden schriftlich um eine Stellungnahme zum Gesetz gebeten. Um die Auswertung der Stellungnahmen zu erleichtern, und weil dies als Unterstützung erbeten wurde, solle den anzuhörenden Gremien ein Protokoll-Bogen angeboten werden, der eine Gliederung der Antworten vorschlägt.

    Etwa in dieser Art:

    • Rückmeldungen zum Territorium der Pfarrei der Zukunft,
    • Rückmeldungen zu den Regelungen zum Vermögensübergang und zur Gesamtrechtsnachfolge,
    • Rückmeldung zu den künftigen Gremien: Synodalversammlung, Rat der Pfarrei, Leitungsteam
    • Rückmeldung zur Beteiligung der künftigen Verwaltungsteams an der Vermögensverwaltung
    • Rückmeldung zu Aufgaben und Zuständigkeiten der Vermögensverwaltung (neues KVVG)
    • Rückmeldung zu den Übergangsregelungen
    • Sonstiges

    Die Anhörung zum Gesetz erfordert noch keine Stellungnahme im Sinne von „Dafür/Dagegen“, weil es ja zunächst um einen Gesamtrahmen geht. Die Anhörung zum Dekret (zur Auflösung von Pfarreien und Kirchengemeinden und Neugründung von Pfarreien der Zukunft und Kirchengemeinden der Zukunft) wäre dann, so wie auch bei jetzigen Fusionen, mit der Frage nach „Zustimmung“ verbunden. (Wichtig: Mit der Anhörung ist nicht verbunden, dass die jeweils Beteiligten der jeweiligen Regelung zustimmen müssten – der Bischof ist der Gesetzgeber des Bistums).

  • Welche Unterlagen und welches Material erhalten die Gremien und Personen für die Anhörung? Switch

    Der Bischof übersendet das Gesetz und fordert in einem Begleitschreiben zur Stellungnahme auf.

    Mit der Vorlage des Gesetzesentwurfs zur Anhörung legt der Bischof umfassend offen, welchen strukturellen Rahmen er der Pfarrei der Zukunft geben will. Neben dem Gesetz erscheint die Zeitung „EinBlicke 2“ und bietet eine mehr narrative Version der in diesen Fragen und Antworten beschriebenen Inhalte.  „EinBlicke 2“ beschreibt einerseits die rechtlichen Inhalte in einfacher, aber präziser Weise;, andererseits werden Elemente für die Pfarrei der Zukunft, die nicht rechtlich gefasst sind, aber zum Gesamtverständnis dazugehören, vorgestellt. Es geht da z.B.

    • um die Arbeitsweise der „Orte von Kirche“,
    • um die Vorgehensweise bei der pastoralen Planung,
    • um den Einsatz des pastoralen Personals …

    (Inhalte aus EinBlicke 1 werden ggfs in EinBlicke 2 präzisiert).

    Für die Gremiensitzung vor Ort können Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden

    Dies können sein:

    • eine Power Point Vorstellung oder Tischvorlage zum Prozess der Anhörung (Rechtsgrundlage, Verfahren, Zeitablauf),
    • eine Inhaltsangabe des Gesetzes, damit die Gremien sich in ihrer Beratung gut zurecht finden,
    • Der Text des Gesetzes
    • eine Protokoll-Vorlage (denn die Anhörung muss ja als Gremienbeschluss eingereicht werden).
    • Es soll ferner eine Prozessbeschreibung angeboten werden, wie ein Gremientag zur Anhörung gestaltet werden kann. Vgl. dazu Gesprächsnotiz im folgenden Unterkapitel.
  • Wie läuft die Anhörung ab? Switch

    Ankündigung der formalen Anhörung:
    Die formale Anhörung wird angekündigt und erläutert. Der genaue Zeitpunkt des Versands der Unterlagen und der Rückmeldefrist wird zwecks Planung von Gremiensitzungen bekannt gegeben. (Da ist erfolgt im Brief des Generalvikars vom 11. Februar 2018)

    Vorbereitung der formalen Anhörung:
    Die formale Anhörung wird durch Informationsveranstaltung in den Pfarreien der Zukunft vorbereitet. Materialgrundlage ist die narrative Darstellung der Pfarrei der Zukunft (vgl. Zeitung EinBlicke), der Brief des Generalvikars und ein Gremienschaubild. (Veranstaltungen sind geplant und laufen von Mitte Februar bis Mitte April)

    Durchführung:
    Anfang April (voraussichtlich in der 15. Kalenderwoche (KW 15)) wird das Gesetz an alle anzuhörenden Gremien und Personen verschickt. Es wird eine Anleitung zur Form der Rückmeldung mitverschickt. Den Anzuhörenden wird eine Frist zur Rückmeldung bis zum Ende der KW 22 (31. Mai) gegeben.

    Die Anhörung der diözesanen Gremien findet in diesem Zeitraum oder kurz danach in einzelnen Sitzungen statt. (Priesterrat: 27. Mai; Diözesanpastoralrat: 7. Juni; gemeinsame Sitzung der Räte und weiterer Personen: 14./15. Juni)

    Auswertung der Anhörung.
    Unterstützt durch die Firma pragma  werden die Stellungnahmen qualitativ und quantitativ ausgewertet.

    Die Auswertung der Anhörung ist öffentlich zu machen.

  • Was geschieht nach der Anhörung? Switch

    • Nach Abschluss der Auswertung beraten Leitungskonferenz und AG Rechtsrahmen über Konsequenzen aus der Anhörung und bringen die entsprechenden Änderungen oder Ergänzungen in die Gesetzestexte ein. Voraussichtlich am 15. September erlässt der Bischof als Gesetzgeber des Bistums das Erste Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode und zugleich die Dekrete für die 15 Pfarreien der Zukunft, die zum 1. Januar 2020 starten. Unmittelbar danach beginnt die  Anhörung zu den Dekreten zur Errichtung der 15 Pfarreien der Zukunft; sie soll bis zum 11. Oktober abgeschlossen sein.
    • 11. bis 14. Oktober: Auswertung der Anhörung zu den Dekreten; hier wird es keine umfassenden inhaltlichen Stellungnahmen mehr geben.
    • 15. Oktober: Große Leitungskonferenz über Konsequenzen aus der Abhörung zu den Dekreten. Die LeiKo berät den Bischof.
    • 1. November: Erlass der Dekrete
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