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Ergebnisse der Aufbereitung und Auswertung der Stellungnahmen zur Anhörung

Zielsetzung und Vorgehen

Das PRAGMA-Institut hatte zur Aufgabe, eine Auswertung der kirchenrechtlich vorgeschriebenen Anhörung im Auftrag des Bistums Trier vorzunehmen.

Die Auswertung erfolgte dabei sowohl quantitativ von Algorithmen gestützt als auch qualitativ als Einordnung und Einbeziehung des Kontextes durch Verstehen von Argumentationsmustern.

  • Ergebnis I: Einordnung der Stellungnahmen in einer quantitativen Dimension und Erstellung eines Gesamtscores

  • Ergebnis II: Aufbereitung der wichtigsten (d.h. häufigsten) Argumentations- und Kritikmuster 

Hier stellen wir Ihnen die unkommentierten Ergebnisse des PRAGMA-Instituts zur Verfügung. Die Interpretationen und Schlussfolgerungen der Bistumsleitung erfolgen nach der Beratung mit den diözesanen Räten, die am 17. August 2019 stattgefunden hat. Informationen dazu finden Sie jeweils aktuell auf dieser Seite.

Präsentation der Auswertung durch das PRAGMA-Institut

Die Folien der Präsentation zum Durchklicken

Inhaltsübersicht

  1. Methodisches Vorgehen: Kurze Wiederholung
  2. Rücklauf
  3. Quantitative Ergebnisse
  4. Relevante Themen und Beispiele (qualitative Dimension)
  • Methodisches Vorgehen Switch

    • Die qualitative und quantitative Dimension sind in einem "iterativen Prozess" miteinander verschränkt. Dadurch kann eine relativ große Textmenge sowohl quantitativ als auch qualitativ in relativ kurzer Zeit tiefgehend analysiert werden.

    • Durch die gegenseitige Verschränkung findet eine ständige (menschliche) Kontrolle statt; gleichzeitig wird der Algorithmus fortlaufend optimiert.

    • Das Vorgehen macht es für spätere Nutzer einfach, die Auswertung nachzuvollziehen und weitere Auswertungen im Detail vorzunehmen.

  • Rücklauf Switch

  • Übersicht: Analyse des Umfangs der Stellungnahmen Switch

    Gesamtübersicht als Boxplot: d.h. grafische Umsetzung der Verteilung der Anzahl der verwendeten Wörter in den Stellungnahmen aus Formular I (6 Kritierien)

    Der Boxplot beinhaltet:

    • Median: 50 Prozent der Stellungnahmen haben die entsprechende Anzahl an Wörtern oder weniger, 50 haben mehr.
    • Quartile: 25- und 75-Prozentquartil – blaue Box zeigt die Masse der Stellungnahmen (50 Prozent der Stellungnahmen befinden sich in diesem Rahmen)
    • Ausreißer: werden einzeln angezeigt (Minimum und Maximum)
  • Quantitative Ergebnisse Switch

    Klicken Sie auf die Bilddatei, um die einzelnen Auswertungsgrafiken anzusehen

    Generelle Bewertung, Verteilung von kritischen und zustimmenden Rückmeldungen

    Score: Differenz aus negativen und positiven Bewertungen

    • Positive Bewertungen: alle Treffer in den Stellungnahmen, die nach dem Text-Korpus eine positive, zustimmende Konnotation besitzen
    • Negative Bewertungen: alle Treffer in den Stellungnahmen, die nach dem Text-Korpus eine negative, ablehnende Konnotation besitzen
    • Aus beiden Bewertungen wird ein Summenindex gebildet
    • Dann werden die positiven von den negativen Bewertungen subtrahiert
    • Das Text-Korpus bestimmt dabei die Werte, die der Score annehmen kann
    • Scores können jetzt auf Formular-Ebene und auf Statement-Ebene berechnet werden

    Endergebnis: quantitative Ergebnisse

    • Trends und Indikatoren aus den Zwischenergebnissen haben sich nachhaltig bestätigt: z.B. Anzahl der Wörter und Wahrscheinlichkeit von negativ konnotierten Bewertungen
    • Quantitative Auswertung spricht für eine größtenteils differenzierte Bewertung mit einem leichten Überhang an negativer Bewertung (gemessen am Score)
    • Mehr als vier Fünftel der Stellungnahmen von Pfarrern, Pfarrverwaltern, Pfarrgemeinderäte etc. enthalten negativ konnotierte Bewertungen
    • In dieser Gruppe lässt sich die massive Ablehnung mit knapp 20 Prozent quantifizieren
  • Relevante Themen und Beispiele: Territorialer Zuschnitt Switch

    Ausgangspunkt

    • Quantitative Ergebnisse bilden Ausgangspunkte für qualitative Analyse
    • Qualitative Analyse erfolgt zusätzlich auf Basis von Schlagworten in Verbindung mit den Bewertungskategorien
    • Iterativer Prozess kommt zum Abschluss: Überführung der Scores, der Begriffe und Schlagworte in Datenbank

    Zusammenfassung der quantitativen Ergebnisse (ca. 65 Prozent aller Muster):

    • Größte Unzufriedenheit an Rändern der Pfarrei der Zukunft
    • Größere Unzufriedenheit im Norden des Bistums
    • Erhöhte Unzufriedenheit in Diaspora-Gebieten
    • Saarland als Hot Spot der Unzufriedenheit, konkrete Wünsche z.B. in Koblenz

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen:

    • Keine Seelsorge mehr möglich
    • Lange Wege in Verbindung mit fehlender Infrastruktur
    • Verlust an Identität/Heimat – Zentralisierungsbedenken
    • Konkrete Argumente für oder gegen vorgeschlagenen Pfarrort
  • Relevante Themen und Beispiele: Organe und Gremien / Arbeitsweisen Switch

    Um die einzelnen Grafiken anzusehen, klicken Sie bitte auf das Startbild!

    Wichtige Themen und Kritikpunkte

    • Unklarheit und Kritik im Bezug auf die Verwaltungsteams
    • Kritik zum Rat der Pfarreien
    • Unklarheit und Kritik zu den Leitungsteams
    • Problematik Synodalversammlung
    • Problematik Einkammersystem

    Problematik Synodalversammlung

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen (ca. 88 Prozent aller Muster)

    • Defizite in der Repräsentation
    • Ineffiziente Größe
    • Kritik an der Tagungsfrequenz

    Kritik am Rat der Pfarreien - Einkammersystem

    Zusammenfassung der quantitativen Ergebnisse:

    • 49 Prozent lehnen des Einkammersystems aufgrund der Stellungnahme des Katholikenrats (!) ab
    • 43 Prozent präferieren ausdrücklich (!) ein Zweikammersystem

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen (ca. 83 Prozent aller Muster):

    • Überforderung mit Aufgabenfülle
    • Nachteile für und Überforderung von Ehrenamtlichen
    • Machtzentralisierung – Klerikalismus
    • Falsche Inhaltliche Schwerpunkte befürchtet

    Kritik am Rat der Pfarreien - Allgemein

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen (ca. 76 Prozent aller Muster)

    • Unklare Zusammenarbeit (z.B. zwischen Leitungsteams und Rat der Pfarreien)
    • Rekrutierungsproblem bei Ehrenamtlichen
    • Zweifel an Kontrollmechanismen – Interessenskonflikte
    • Repräsentationsdefizit

    Unklarheit und Kritik an Leitungsteams

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen (ca. 67 Prozent aller Muster):

    • Überforderung der Ehrenamtlichen
    • Distanz zwischen Pfarrei der Zukunft und Leitungsteam

    Unklarheit und Kritik an den Verwaltungsteams

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen (ca. 68 Prozent aller Muster):

    • Kompetenzen sind unklar: Finanziell, Vernetzung, Arbeit, Ort
    • Rekrutierungsprobleme (Ehrenamtliche)
    • Verhältnis vonVerwaltungsteam und Leitungsteam
  • Relevante Themen und Beispiele: Vermögensübergang und Organe Switch

    Problematik Vermögensübergang und Organe

    Zusammenfassung der quantitativen Ergebnisse (ca. 79 Prozent aller Muster):

    • 47 Prozent der Stellungnahmen über das Fabrikvermögen lassen sich den Formulierungen der Initiative zuordnen
    • 21 (Vermögensübergang) bzw. 25 Prozent (Organe) der Stellungnahmen deuten auf größere Unklarheiten hin Grundmuster der wichtigsten Argumentationen:
    • Ablehnung wegen Kontrollverlust bzw. Intransparenz
    • Unklarheit über zur Verfügung stehende Geldmittel vor Ort – Zweckbindung
    • Arbeitsteilung der Gremien

    Problematik Übergangsregelungen

    Zusammenfassung der quantitativen Ergebnisse (ca. 57 Prozent aller Muster):

    • 33 Prozent der Stellungnahmen deuten auf tiefgreifende Unklarheit hin
    • Häufig keine Bewertung möglich

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen:

    • Zeitdruck und Zeitplan
    • Wünsche und Vorschläge

     

  • Sonstige relevante Punkte: Orte von Kirche, Ehrenamt Switch

    Orte von Kirche

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen:

    • Unklare Definition (35 Prozent Nachfragen) bezüglich Orte von Kirche
    • Frage nach Vernetzung
    • Ordnung und Repräsentation
    • Zwischen Chance und Furcht

    Ehrenamt

    Grundmuster der wichtigsten Argumentationen:

    • Rollenfindung - Verunsicherung
    • Zu wenig Verantwortung - zu große Last
    • Identifikation - Motivation
Weiteres: