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    Auf meinem Weg in die Mittagspause sehe ich in der Fußgängerzone häufig eine Frau sitzen - an eine Hauswand gelehnt - einen Pappbecher vor sich, in dem einige Münzen liegen. Immer ist ihr Hund bei ihr. Sie sieht die vorübergehenden Menschen nicht an und die meisten Menschen sehen sie nicht an. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, denke ich. So wie ich auch. Manchmal lege ich eine Münze in den Pappbecher und versuche dabei, sie anzusehen. Ich finde, das ist weniger achtlos. Außer meinem Geld, gebe ich ihr wenigstens auch BeAchtung.

    Aber vielmehr denke ich nicht, weil ich mich schon wieder auf anderes konzentriere.

    In diesen Momenten denke ich nicht darüber nach, wie es wohl ist, wenn man auf der Straße lebt. Doch welche Gedanken haben Menschen, die kein Zuhause haben?

    "Wo schlafe ich heute Nacht? Finde ich mit meinem Hund einen sicheren, trockenen Platz zum Übernachten? Reicht das Geld in meinem Pappbecher für etwas zu essen für mich und meinen Hund? Was ist, wenn mein Hund, mein Freund und Beschützer, krank wird?"

    Haben Sie sich schon mal gefragt, wo wohnungslose Menschen duschen oder ihre Wäsche waschen? Ich habe gemerkt: All diese Dinge, die ich für selbstverständlich halte, sind gar nicht so selbstverständlich. Und wenn ich mir täglich diese Fragen stellen müsste, würde es mir Angst machen.

Podcast zum Thema Wohnungslosigkeit

Dieser Podcast erzählt von Begegnungen im Umfeld der Fachberatungsstelle für Menschen ohne Wohnung in Koblenz in der Neustadt 20.

Teaser des Podcasts:

Der Journalist Carsten Tesch hat Frauen und Männer aus dem Umfeld der Fachberatungsstelle für Menschen ohne Wohnung des Caritasverbands Koblenz aufgesucht und mit ihnen Gespräche geführt. Ein Interview mit dem Soziologen Heinz Bude zu seinem Konzept von Solidarität speziell im Hinblick auf Armut, Wohnungslosigkeit und den Alltag von Ausgrenzungen ergänzen den Podcast.

Zu Wort kommen Kristina Reinecke, Joachim Klinkner, Marco Martini, Tamas Ficzere und Erwin Wappler. 

Einigen der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner ist Carsten Tesch bereits vor zwei Jahren im Rahmen eines Storytelling-Projekts zum Welttag der Armen begegnet.

Den Podcast in voller Länge finden Sie hier:

Podcast-Autor

Experte aus der Wissenschaft

Carsten Tesch

Storyteller
Journalist und
Freier Mitarbeiter für EinblickLeben

Foto: privat

Prof. Dr. Heinz Bude

Soziologe
Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel

Foto: Dawin Meckel


Herzlich willkommen bei „EinblickLeben“

Kennen Sie das Sinus-Modell mit den als Kartoffeln bekannten Milieus? Die Sinus-Milieus haben den Anspruch, ein wirklichkeitsgetreues Bild der soziokulturellen Vielfalt in Gesellschaften zu liefern. Sie tun dies, indem sie Befindlichkeiten und Orientierungen der Menschen, ihre Werte, Lebensziele und -stile und Einstellungen und ihren sozialen Hintergrund beschreiben.

Wir sind davon überzeugt, dass man die Lebenswelten der Menschen vor allem dann versteht, wenn man in sie wirklich eintaucht. Wenn man sich begegnet und nicht übereinander redet, sondern miteinander. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, sagt der Religionsphilosoph Martin Buber.

Mit der Plattform EinblickLeben möchten wir das ermöglichen.

Persönliche Begegnung und Gespräche miteinander!

Diakonisches Handeln ist nur zusammen mit den jeweiligen Betroffenen möglich. Dafür müssen wir sensibel sein - für die Themen, Sorgen, Herausforderungen, die das Leben der Menschen bestimmen.

Damit greifen wir eine wichtige Aussage aus dem Abschlussdokument unserer Synode auf.

  • Gebet zu EinblickLeben von Armin Surkus-Anzenhofer Switch

    „Schaut hin!“

    Das Leben lehrt uns hinzuschauen.
    Durch genaues Beobachten entdecken wir vom ersten Atemzug an
    die Welt und ihre Zusammenhänge.
    Wir sehen, ahmen nach, probieren aus und verändern.
    Wir sehen, was gut ist und gelingt.
    Wir sehen, was nicht gut ist, unfertig, verletzlich und brüchig.

    Das Leben lehrt uns hinzuschauen.
    So kann sich das Leben gut weiter entwickeln.
    Unterschiedliche Blickwinkel werden dafür gebraucht.
    Was sehe ich? Und was erkennst Du?
    Was wollen wir stärken?
    Und was müssen wir ändern?

    Meine Sicht wird dabei gebraucht.
    Was entdecke ich an Lebensförderndem?
    Und wo wird in meinen Augen Leben gefährdet oder gar zerstört?
    Und bisweilen braucht es einen Perspektivwechsel:
    Was entdecken wir durch die Augen der anderen?
    Jede und jeder kann uns zur Sehhilfe werden.
    Jede und jeder kann uns von blinden Flecken befreien.

     

  • weiterlesen Switch

    Die Sehschule Gottes kann uns da weiter helfen.
    „Er sah, dass alles gut war!“ (Genesis 1), so heißt es von Gottes Blick auf das Gelungene.
    Und ebenso hören wir Gott sagen: „Ich habe die Not meines Volkes gesehen!“ (Exodus 3)
    Gelungenes in den Blick nehmen, Not ins Auge fassen,
    darin liegt die Chance jedes Augenblicks.

    „Schaut hin!“ (Markus 6), sagt Jesus.
    Nehmt wahr, spürt nach, lasst Euch berühren von dem, was Ihr seht.
    Das Leben lehrt uns hinzuschauen, Einblick zu nehmen,
    Perspektiven zusammen zu bringen,
    damit es sich gut weiterentwickeln kann.
    Gib uns die Kraft, Gott, so mit Deiner Brille in die Welt zu schauen
    und so mit wachem Blick helfen das Angesicht der Erde zu erneuern. (Vgl. Psalm 104)
    Amen.

     

    (Von Armin Surkus-Anzenhofer)


Über uns

Unser Team besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Trier und der Caritas. Wir ermöglichen Interessierten aus der pastoralen Arbeit, aus Politik, Kirche und Gesellschaft, Ehrenamtlichen ebenso wie Führungskräften und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern Einblicke in das Leben der jeweils „Anderen“.

Sie finden hier in kontinuierlicher Reihenfolge Einblicke in das Leben ganz unterschiedlicher Menschen. Ein Blick auf diese Seite lohnt sich immer wieder.


Kontakt

Projektleitung: 

Andrea Steyven, Aktion Arbeit im Bistum Trier und Dr. Martina Messan, Stabsreferat Sozialpolitik im Caritasverband für die Diözese Trier e.V. 

Im Team arbeiten mit

  • Julia Fröder (Bischöfliche Pressestelle Koblenz)
  • Carsten Tesch (Storyteller, Journalist und freier Mitarbeiter für EinblickLeben)
  • Jörg Hilgers (Programmreferent EDP e.V.)
  • Hermann Trapp (Carmen gGmbH, Caritasverband Koblenz e.V.).

Andrea Steyven

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Dr. Martina Messan

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