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Arbeitsheft / 3: Schon geplant / noch in Beratung / vor Ort schon zu tun ... - Was ist unser Auftrag in der Gesellschaft?

Diakonische Kirchenentwicklung

Umsetzungsgesetz bleibt weiter ausgesetzt

Dem Auftrag der Synode gerecht werden – Bedenken Rechnung tragen

Aufgrund der römischen Intervention vom November 2019 nach Beschwerden gegen den Erlass des Umsetzungsgesetzes (Oktober 2019) bleibt dieses weiterhin ausgesetzt; die bisher geplanten Modelle geben daher nur einen Zwischenstand wieder, die hier eher dokumentarisch wiedergegeben werden. Es finden Gespräche mit den römischen Behörden sowie Beratungen der Diözesanen Gremien statt, wie die Ergebnisse der Bistumssynode weiter umgesetzt werden können.

Aktuelle Entwicklungen finden Sie unter herausgerufen.bistum-trier.de

Vgl. auch die Nachrichten

 

Die Synode hat die Kirche im Bistum Trier zu einem Prozess diakonischer Kirchenentwicklung ermutigt. Sie hat sie dazu ermutigt, „sich grundlegend neu auszurichten und in allen kirchlichen Vollzügen missionarisch-diakonisch in die Welt hinein zu wirken“. (ABSCHLUSSDOKUMENT HERAUS GERUFEN, 1. KAPITEL)

Eine Pfarrei der Zukunft „versteht sich deutlicher als bisher nicht vom Inneren der Kirche her; sie blickt mehr nach außen und an die Ränder“ ( Rahmenleitbild ). Es geht mehr um die Frage: Wozu sind wir Kirche? und weniger um die Frage: Was ist die Kirche?

Die Pfarrei der Zukunft  findet ihren Auftrag, wenn sie

  • auf die Bedürfnisse der Menschen blickt und
  • auf den Anspruch des Evangeliums hört.

Sie zeigt größere gesellschaftliche Präsenz.

KOMMEN

In jeder Pfarrei der Zukunft wird es weiterhin kirchliche Orte geben, die deutlich als „Orte von Kirche“ sichtbar sind und zu denen Menschen hinkommen wollen; an diesen Orten soll sich eine WILLKOMMENskultur entwickeln, die einlädt, nicht vereinnahmt.

Von solchen KOMM-Orten aus können die Menschen immer auch in den Raum hinein GEHEN.

GEHEN

Eine Kirche, die sich dem Einzelnen derart konsequent zuwenden möchte, wie es die Synode fordert, ist auch heraus gerufen und herausgefordert, aktiv in die Lebensräume der Menschen hineinzugehen; so wird der jeweilige Ort von Kirche und werden die Christinnen und Christen

  • "Gesicht(er) von Kirche" sein;
  • Fragen, Themen und Bedürfnisse entdecken.

 

 

Dabei ist es wichtig, bei dem anzusetzen, was es vor Ort an Engagement, Ideen und Mitteln gibt; so entstehen neue Kontaktflächen auch mit der ("nicht kirchlichen") Gesellschaft.

STEHEN

An manchen Orten von Kirche, in vielen Lebens-Situationen und Formaten steht im Vordergrund, dass Menschen bei Menschen in Not bleiben, dass sie auch ihre Not aushalten und ihr Leben mit-leben.

Wo Menschen einander so begegnen, wo sie sich „berühren“ lassen auch vom Elend anderer Menschen, da zeigt sich das Volk Gottes solidarisch – gerade auch mit den Leidenden, den Verlierern dieser Welt und mit den Opfern.

  • Diakonische Kirchenentwicklung verändert das pastorale Handeln der Kirche

    Diakonische Kirchenentwicklung hat Auswirkungen auf das gesamte pastorale Handeln und alle kirchlichen Vollzüge: Die Kirche versteht ihr Handeln deutlicher als bisher als Handeln in der und für die Gesellschaft.

    Andere Menschen, Fragen, Themen, vielleicht sogar neue "Orte von Kirche" werden so entdeckt.

    Die Stellenprofile für die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden sich verändern. Diakonische Schwerpunkte entstehen auch, indem Ehrenamtliche und Hauptamtliche auf die Leute zugehen – wie es auch in den Fünf Schritten der pastoralen Planung beschrieben ist. Diese Vorgehensweise müssen und können Seelsorgerinnen und Seelsorger lernen und einüben.

    Wenn die Pfarreien der Zukunft so vorgehen, werden die Erwartungen mancher Gläubigen vielleicht enttäuscht. Statt wie bisher üblich in der Pastoral vor allem „Angebote“ zu machen, findet die Kirche ihren Auftrag, indem sie auf die Bedürfnisse der Menschen schaut und sich wieder mehr am Anspruch des Evangeliums orientiert.

    Diakonische Kirchenentwicklung kann auch eine positive Wirkung haben auf Menschen, die sich bisher nicht mit der Kirche identifiziert haben. Eine größere gesellschaftliche Präsenz kann die Pfarrei der Zukunft profilieren.

  • Das bedeutet für Januar 2020 *:

    Dass die Kirche sich diakonisch entwickelt, ist eines der wichtigsten Anliegen der Synode. Die Pfarreien der Zukunft werden das bei der Festlegung ihrer Schwerpunkte, ihrer diakonischen Einrichtungen und Aufgaben berücksichtigen. Die im Rahmenleitbild der Pfarrei vorgegebenen Schritte helfen dabei.

    Wenn die Engagierten im zweiten Schritt wirklich auf die Lebenssituation der Menschen schauen, stellt sich die Frage Wozu/Für wen sind wir Kirche? ganz von selbst; Ideen für ein gemeinsames Handeln werden sich zeigen.

  • Jetzt schon ...

    Viele Gremien und Engagierte fragen sich zurzeit: Wie können wir Vieles von unserem jetzigen Gemeindeleben in der Pfarrei der Zukunft fortsetzen? Das ist gut und wichtig; schließlich will und soll die Pfarrei der Zukunft einen neuen Rahmen bieten für kirchliches Leben, sie soll nicht alles neu machen.

    Der starke Impuls der Synode in Richtung diakonische Kirchenentwicklung soll die Überlegungen erweitern.

    Wozu und Für wen sind wir Kirche? Wer ernsthaft so fragt, kommt jetzt schon zu überraschenden Erkenntnissen. An manchen Orten im Bistum Trier haben die Erkundungsprojekte entsprechende Anregungen gegeben.

  • Was in Trier noch zu tun ist

    • Die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich auf neue Schwerpunkte einstellen, die sich aus der Entwicklung der Pfarrei der Zukunft auf der Basis des Rahmenleitbildes ergeben. Entsprechende Stellenprofile sind zu entwickeln.
    • Für die diakonische Kirchenentwicklung braucht es gute Erklärungen, Einführungen und Fortbildungen. Für die Pfarreien der Zukunft wird es Arbeitshefte o. ä. geben.
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