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EinBlicke / 7: Schon geplant / noch in Beratung / vor Ort schon zu tun ...

Verwaltung in der Pfarrei der Zukunft

Entwicklungen und Veränderungen inbegriffen

Hinweise zum Sachstand

Bitte beachten Sie, dass wir hier dokumentarisch den Sachstand zum Zeitpunkt des Erscheinens der Zeitung EinBlicke 1 (Januar 2019) wiedergeben. Die Zeitung EinBlicke versteht sich als begleitende Information zum jeweiligen Sachstand. Weitere Entwicklungen finden Sie in den folgenden Ausgaben der Einblicke (bis zum Erlass des Umsetzungsesetzes im Oktober 2019 noch die EinBlicke 2 (April 2019) und EinBlicke 3 (Oktober 2019). Weitere Ausgaben folgen.

Zu jeder Pfarrei der Zukunft soll auch eine Kirchengemeinde (als Rechtsträger) gehören. Damit verändert sich die Vermögensverwaltung. Jede der bisher fast 900 Kirchengemeinden im Bistum ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und muss eine entsprechende Verwaltung und Gremienstruktur aufrechterhalten. Davon soll die Regelung „Eine Pfarrei = eine Kirchengemeinde der Zukunft“ die einzelnen Orte entlasten.

Obwohl das viele sehr kritisch sehen, will der Bischof an der konsequenten Umsetzung der Perspektivwechsel festhalten. Pfarreien sollen als weite pastorale Räume eingerichtet werden; die eine Kirchengemeinde soll einen stabilen Verwaltungs- und Organisationsrahmen bieten, in dem dann – ausgehend von den Lebenssituationen und dem Engagement der Menschen vor Ort – verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden können.

Pfarramt

Für die Verwaltung und die Organisation der Pfarrei ist der Pfarr-Ort (Arbeitstitel!) wichtig. Er hat eine für alle Orte von Kirche in der Pfarrei koordinierende und unterstützende, kommunikative und organisierende Funktion. Am Pfarr-Ort gibt es das Pfarramt
(einschließlich der zentralen Verwaltung) der Pfarrei der Zukunft. Dort ist auch der Dienstsitz des Leitungsteams.

Der Pfarr-Ort ist nicht das (einzige) Zentrum der pastoralen Aktivitäten. Diese finden an den Orten von Kirche statt.

Es soll hier noch einmal gesagt sein: Alle Bezeichnungen wie "Pfarr-Ort", "Ort von Kirche"... sind bisher nur als Arbeitstitel zu verstehen; die endgültige Festlegung aller Begriffe erfolgt im Jahr 2019.

Verwaltungs-Prozesse

In der zentralen Verwaltung der Pfarrei der Zukunft werden alle Aufgaben und Teilaufgaben bearbeitet,

  • in denen etwas zu entscheiden ist,
  • bei denen ausgelagerte Aufgaben vorzubereiten bzw. Ergebnisse wieder zu übernehmen sind,
  • die unkomplizierter und günstiger direkt in der Pfarrei der Zukunft selbst zu erledigen sind.

Die übrigen Verwaltungs-Aufgaben der Pfarreien sollen möglichst weitgehend an diözesane Unterstützungs-Systeme ausgelagert werden; diese Dienstleister für die Pfarreien sind für die Bereiche Rechnungswesen, Personalverwaltung und Liegenschaften vorgesehen.

Kirchenbüros & Verwaltungsteams

In der Pfarrei der Zukunft gibt es neben dem (einen) Pfarramt für die zentrale Verwaltung (ggfs. mehrere) Kirchenbüros für kommunikative und unterstützende Aufgaben in der Fläche.

Die Zahl der Kirchenbüros wird von der Pfarrei der Zukunft festgelegt.

Zur dezentralen Verwaltung von Vermögen und zur Bewirtschaftung von Immobilien können ehrenamtliche Verwaltungsteams eingerichtet werden. Sie werden als rechtliches Organ im Kirchlichen Vermögens- und Verwaltungsgesetz (KVVG) verankert. Ihre Mitglieder erhalten vom Leitungsteam ein Mandat und einen klar umschriebenen Auftrag. Sie können bei der Haushaltsplanung ein Budget beantragen und Maßnahmen in einem noch zu definierenden Rahmen eigenverantwortlich erledigen.
Der Rat der Pfarrei führt die Aufsicht über die Verwaltungsteams.

  • Eine Kirchengemeinde

    Die Verwaltung in der Pfarrei der Zukunft soll die pastoralen Prozesse unterstützen. Vermögens- und Verwaltungsaufgaben
    können besser gestaltet werden. Seelsorgerinnen und Seelsorger sollen möglichst wenig in Verwaltungsaufgaben involviert werden.

    Das Leitungsteam hat die Aufgabe, die pastoralen Prozesse und deren Unterstützung durch die Verwaltung gut miteinander zu verzahnen.

    Die Auflösung der vielen kleinen Kirchengemeinden erfährt heftige Kritik. Es wird weiter Konflikte um diesen Weg geben. Manche Kirchengemeinden drohen (Stand: November 2018), gegen die Regelung bei deutschen Verwaltungsgerichten und beim Heiligen
    Stuhl zu klagen.

  • Das bedeutet für Januar 2020 * und den Übergang:

    Schon für den Start der Verwaltung der Pfarreien der Zukunft braucht es gute Rahmenbedingungen. Verwaltungsaufgaben sind ab dem ersten Tag der Pfarreien der Zukunft zu erledigen.

    In den Pfarreien werden neue Verwaltungsstellen eingerichtet.

    Die diözesanen Zentren werden aufgebaut.

    Es wird eine Phase des Übergangs geben, in der sich die neuen Verwaltungsprozesse einspielen werden.

  • Was in Trier noch zu tun ist

    Aus den Grundentscheidungen folgen eine Reihe zeitkritischer technischer und konzeptioneller Umsetzungsaufgaben:

    • Eine Konzeption der unterstützenden Dienststellen des Bischöflichen Generalvikariats ist zu beschreiben;
    • Die technische Grundausstattung einschließlich IT-Infrastruktur für die Pfarreien der Zukunft ist zur Verfügung zu stellen;
    • Ein Prozesshandbuch für die wichtigsten Prozesse ist zu erstellen;
    • Übergangsszenarien für die Verwaltung sind zu entwickeln;
    • Das Personalisierungsverfahren und der Personalübergang für die Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter sind zu klären.
  • Diözesane Dienstleister

    Die Verwaltungsprozesse organisieren sich zwischen der zentralen Verwaltung in der Pfarrei der Zukunft und den unterstützenden diözesanen Zentren.

    [Wenn also (nur ein kleines Beispiel) eine Pfarrei eine Rechnung für Kerzen bezahlen muss, hat sie entschieden, dass die Kerzen gekauft werden, prüft die Rechnung und zeichnet sie ab, gibt sie dann aber zur weiteren Bearbeitung ins diözesane Rechnungszentrum.]

Weiteres: