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Die Synode und ihre Umsetzung im (bisherigen) Rückblick

Was war, was kommt, was bleibt?

Hier haben wir einen Rückblick für Sie: Wie war der Verlauf während der Synode und danach - die ersten Schritte der Umsetzung, die Arbeit der Teilprozessgruppen, die Planungen, Änderungen, Überlegungen und Konzepte. Durch die römische Intervention sind manche Schritte so nicht möglich, wie sie geplant waren. Die aktuellen Entwicklungen finden Sie auf dieser Seite. Hier bieten wir Ihnen einen Rückblick auf das, was war; Sie finden einen Blick auf das, was ist und bleibt - und die ein oder andere Ahnung für das, was kommt...

Die Chronologie in Stichworten (seit dem Erlass des Umsetzungsgesetzes 2019):

Wesentliche Ergebnisse der Synode im Hinblick auf eine tragfähige künftige Gestalt der Pfarreien wurden gewürdigt:

  • Dass es angesichts der aktuellen Situation des kirchlichen Lebens eine Erneuerung und Weiterentwicklung braucht.
  • Dass der Bischof im Blick auf die fast 900 Pfarreien im Bistum im Verhältnis zur absehbar verfügbaren Zahl an Priestern und im Verhältnis zu Ehrenamtlichen, die bereit sind, die Gremienaufgaben zu übernehmen, tätig werden muss.
  • Dass es Handlungsbedarf gibt, damit das Verwaltungshandeln in der Pfarrei nicht das pastorale Handeln überlagert.
  • Dass der Mitverantwortung der Gläubigen in den Pfarreien mehr Raum zu geben und ihre aktive Beteiligung zu fördern ist.
  • Dass es in vermögensrechtlicher Hinsicht mit Zustimmung Roms in Deutschland besondere Bestimmungen gibt.
  • Dass die Synodalität zu stärken ist.

Bedenken der Kleruskongregation und des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte:

  • Das synodale Element ist für die römischen Gesprächspartner deutlicher mit der sakramentalen Wirklichkeit der Kirche und dem im Kirchenrecht vorgelegten hierarchischen Amt zu verbinden.
  • Die Räte im kirchlichen Bereich haben nicht den Entscheidungscharakter von „Parlamenten“ im öffentlich-staatlichen Bereich.
  • Die Verantwortung des Pfarrers ist deutlicher im Sinne einer personalen Verantwortung herauszustellen; d.h. zugleich, dass nach dem Kirchenrecht die Leitung einer Pfarrei nicht von einer „juristischen Person“ (als solche werden die Leitungsteams verstanden) wahrgenommen werden kann. - Der Pfarrer soll aber eingebunden sein in ein kollegiales Miteinander, das von Seiten des Bischofs verbindlicher als bisher üblich geregelt werden kann.
  • Bei der geplanten Größe der Pfarreien (zumal im angezielten Zeitplan) hegt man die Befürchtung, dass eine unmittelbar-persönliche Beziehung zwischen den Pfarrern sowie den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt und den Gläubigen nicht realisiert werden kann.

Ergebnis der Gespräche: weiterer Auftrag

  • Als Ergebnis des Gesprächs wurde – wie bereits in einer Pressemeldung mitgeteilt – vereinbart, dass es nun bistumsseitig Beratungen geben wird, um das Umsetzungsgesetz entsprechend zu überarbeiten. Ziel der Überarbeitung ist, das Gesetz theologisch-ekklesiologisch und kirchenrechtlich konform zu gestalten.
  • Die römischen Gesprächspartner haben deutlich signalisiert, dass sie bereit sind, sich am weiteren Prozess der Gesetzesformulierung zu beteiligen und auch im direkten Austausch für Rückfragen und Hinweise zur Verfügung zu stehen.
  • Bis dahin bleibt das Gesetz ausgesetzt.

Die Ausrichtung der Synode als bleibende Grundlage:

Die Herausforderungen bleiben:

Die Synode war weitreichend und visionär, so dass das Bistum den Zeichen unserer heutigen Zeit gerecht werden kann. Die Herausforderungen

  • angesichts des abscheulichen sexuellen Missbrauchs im Raum der Kirche,
  • angesichts der Corona-Krise mit ihren einschneidenden Kontaktbeschränkungen,
  • angesichts der schon lang wirkenden Veränderungen der Religiosität,
  • angesichts der fortschreitenden Digitalisierung

sind groß.

Die Suche nach passenden Antworten wird niemals ganz abgeschlossen sein, aber die Synode zeigt Wege, die gerade jetzt aktuell sind:

  • gemeinsam getragene Verantwortung,
  • auf mehrere Schultern verteilte Macht,
  • Interesse für die Bedürfnisse und die Themen der Menschen und ein Dienst, der das Leben der Menschen fördert;
  • Weitung unserer pastoralen Räume, die mehr Vielfalt zulassen und eine netzwerkartige Zusammenarbeit fördern.

Wichtig bleiben also für die Gestaltung des kirchlichen Lebens im Bistum:

  • eine Unterbrechung des Gewohnten zulassen und sich neu ausrichten,
  • diakonisch und missionarisch in der Welt von heute, für und mit den Menschen in ihrem Leben präsent sein und wirken,
  • den Charismen Raum geben,
  • die vielen „Orte von Kirche“

An den Orten von Kirche zeigen sich die Perspektivwechsel der Synode:

Wir wollen an der Seite der Menschen stehen und bewusst von den Charismen leben, die der Herr uns in dieser Zeit schenkt. Dabei sind wir überzeugt davon, dass die Frauen, Männer, Kinder und Jugendlichen an den Orten von Kirche ansprechende Gemeinschaften bilden und erfahren und sich einander im Glauben stärken können. Auch in großen pastoralen Räumen können Orte von Kirche die Nähe zueinander sicherstellen und eine kirchliche Heimat gewährleisten.

Vom Einzelnen her denken

Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen

Weite pastorale Räume und Netzwerke

Synodales Prinzip bistumsweit leben

„Diakonische Kirchenentwicklung“ als Schwerpunkt pastoralen Wirkens

Bewusster den diakonischen Auftrag leben

Bewusster und mehr als bisher den diakonischen Auftrag zu leben: Diesem Anliegen der Synode will die Kirche im Bistum Trier sich verstärkt widmen. Mit dem Hirtenbrief zur Österlichen Bußzeit am 1. März betont Bischof Dr. Stephan Ackermann diesen Schwerpunkt, der sich in den nächsten Jahren auf verschiedene Arten und auf unterschiedlichen Ebenen entfalten soll. (mehr lesen in der Nachricht)

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Themenseite www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/diakonisch 

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