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Aufgaben und Mitglieder des Trierer Domkapitels

Dom_Foto Rita Heyen

Das Trierer Domkapitel - in der fränkischen Zeit entstanden - besteht aus acht Domkapitularen, dem Dompropst als seinem Leiter und dem Domdechanten, verantwortlich für die Gottesdienste im Dom. Domkapitular wird, wer entweder vom Bischof ernannt wird oder vom Kapitel gewählt wird. Ernennung und Wahl erfolgen bei freien Stellen im Wechsel. Zudem gehören dem Domkapitel vier nichtresidierende Domkapitulare an, die allerdings nicht im "laufenden Geschäft", sondern nur bei der Bischofswahl mitwirken; als Pfarrer repräsentieren sie die Verbindung zwischen dem Hohen Dom als Mutterkirche der Diözese und der pfarrlichen Ebene des Bistums. Sechs Domvikare unterstützen das Kapitel bei seinen Aufgaben und tragen Mitsorge für die Feier der Gottesdienste und andere pastorale Angebote im Dom.

Das Domkapitel leitet das Bistum im Falle einer "Vakanz" (nach Weggang oder Tod eines Bischofs); es trifft dann auch die Wahlvorbereitungen und wählt einen neuen Bischof. Im normalen Alltag ist das Domkapitel vor allem auch die Gebets- und Gottesdienstgemeinschaft der Priester am Trierer Dom (und "Hausherr" der Hohen Domkirche).

Die Mitglieder des Domkapitels

Jörg Michael Peters

Georg Holkenbrink

  • Robert Brahm- Weihbischof, Bischofsvikar   
  • Msgr. Ottmar Dillenburg, Leiter des Bereichs Personal im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) Trier und Leitender Priesterreferent des Bistums Trier,
  • Ulrich Graf von Plettenberg- Bischöflicher Generalvikar
  • em. Dr. Martin Lörsch Msgr., emeritierter Professor der Theologischen Fakultät Trier
  • Markus Nicolay - Dekan des Pastoralen Raumes Trier
  • Matthias Struth, Leiter des Bereichs Kinder, Jugend und Bildung im BGV Trier,
  • Dr. Hans Günther Ullrich - Diözesane und überdiözesane Sonderaufgaben; Leitung der Aktion Arbeit
  • Benedikt Welter- Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes und Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Hl. Kreuz, Trier

  • Georg Goeres - Pfarrer
  • Eugen Vogt - Pfarrer
  • Dr. Michael Kneib, Msgr., Pfarrer
  • N.N. - derzeit vakant

  • Franz Josef Gebert - Domdechant em., Weihbischof em.
  • Hermann Josef Leininger - Dompropst em., Apostolischer Protonotar, Kanzler der Kurie i. R.
  • Werner Rössel - Dompropst em., Prälat, Kanzler der Kurie i.R.
  • Dr. Rainer Scherschel, Domkapitular em., Prälat
  • Dr. Klaus Peters, Domkapitular em., Prälat, Offizial em.
  • Hans Wilhelm Ehlen - Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand
  • Prof. em. Dr. Reinhold Bohlen - Domkapitular em., Professor em. der Theologischen Fakultät Trier
  • Josef Schmidt - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand
  • Karl Kneißl - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand
  • Hermann Engel - nichtresidierender Domkapitular em., Pfarrer im Ruhestand
  • Klemens Hombach - nichtresidierender Domkapitular i.R., Pfarrer im Ruhestand

  • Dr. Felix Genn - Bischof von Münster
  • Dr. Fernand Franck - Erzbischof em., Erzbistum Luxemburg
  • Reinhard Kardinal Marx - Erzbischof von München u. Freising
  • Dr. Georg Bätzing - Bischof von Limburg, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  • Dr. Helmut Dieser - Bischof von Aachen
  • Prälat Dr. Udo Breitbach, Untersekretär bei der römischen Kongregation für die Bischöfe

  • Matthias Struth (Domzeremoniar) - Direktor Kinder, Jugend Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Trier
  • Michael Keller- Diözesanrichter am Bischöflichen Offizialat, Trier
  • Tim Benno Sturm - Pfarrer, Leiter Berufepastoral, Bischöfliches Generalvikariat Trier
  • Msgr. Ottmar Dillenburg -  Direktor Personal im Bischöflichen Generalvikariat Trier

  • Oliver Laufer-Schmitt, Regens des Bischöflichen Priesterseminars Trier
  • Florian Dienhart, Bischöflicher Kaplan und Sekretär

Bischofswahl

Wird der Trierer Bischofsstuhl vakant, übernimmt das Domkapitel eine Reihe von wichtigen Aufgaben. Zunächst wählt das Domkapitel innerhalb einer Woche einen Diözesanadministrator, der während der Vakanz das Bistum leitet. Gleichzeitig übernimmt das Kapitel die Rolle des Priesterrats, der als so genanntes "Konsultorengremium" (Beratungsgremium) an die Person des Bischofs gebunden ist, und mit dem Weggang des Bischofs seine Funktion verliert. Sodann erstellt das Domkapitel eine Liste von Klerikern, die es für das Amt des Bischofs für geeignet hält. Das Recht, eine solche Liste zu erstellen, haben auch die anderen Bistümer in Deutschland. Diese Listen werden über den Nuntius nach Rom, zur Kongregation der Bischöfe, weitergeleitet. Nun beginnen vielfältige Befragungen - insbesondere der Nuntius befragt Bistumsangehörige, auch Laien, nach Profil und Person des neuen Bischofs und berichtet an die Bischofskongregation. Diese aufwendige Informationssammlung führt unter anderem zur langen Dauer einer Neubesetzung.

Eines Tages erhält das Domkapitel von Rom über den Nuntius eine Dreierliste. Die Personen dieser Liste müssen nicht aus der vom Domkapitel vorgeschlagenen Liste stammen - hier ist Rom unabhängig. Allerdings haben dann die Domkapitulare das Recht, aus dieser Liste frei "ihren" Bischof zu wählen - stellvertretend für die Bistumsgemeinde. Das Konkordat sieht nun vor, dass die MinisterpräsidentInnen von Rheinland-Pfalz und Saarland befragt werden müssen, ob politische Bedenken gegen den Kandidaten bestehen - sie nehmen damit das Beteiligungsrecht der früheren Könige und Fürsten wahr. Erfolgt hier kein Einwand, ernennt der Papst den neuen Bischof von Trier und der Dompropst verkündet den Namen.

Quelle: Wochenzeitung Paulinus, Eugen Reiter