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Verwaltung gemeinsam neu denken

Aufbau der Verwaltungsdienstleistungen ​im Bistum Trier ​

Das Bistum Trier gestaltet seine Verwaltungsstrukturen neu – für mehr Effizienz, Transparenz und Zukunftsfähigkeit. Mit den anstehenden Veränderungen der Verwaltungsunterstützung schaffen wir einheitliche Standards und bündeln Fachkompetenzen, um aktuellen Herausforderungen aktiv zu begegnen.

Warum diese Veränderung?

Zum 1. Januar 2026 wurde die Gebiets- und Strukturreform des Bistums Trier abgeschlossen – ein zentraler Schritt aus der Diözesansynode 2013–2016. Damit besteht das Bistum noch aus 168 Pfarreien/Kirchengemeinden und 34 Pastoralen Räumen. Ein weiterer Schritt ist die Erneuerung der Verwaltung der Kirchengemeinden: Die bisherigen Rendanturen werden aufgelöst, ihre Aufgaben in neue Organisationseinheiten des Bischöflichen Generalvikariats überführt. Die Mitarbeitenden wechseln zum 1. Juli 2026 in diese neuen Strukturen. Die räumliche Konzentration erfolgt ab 2027 schrittweise an sechs Standorten.

Diese Neuausrichtung bedeutet: Wir brauchen klare Verantwortlichkeiten, moderne Arbeitsprozesse und eine bessere Zusammenarbeit über Standorte hinweg. Das Projekt Einführung Verwaltungsunterstützung hilft dabei, eine Verwaltung aufzubauen, die unsere pastorale Arbeit wirkungsvoll unterstützt – heute und in Zukunft.

Struktur

Bislang waren die Unterstützungsdienstleistungen für die Kirchengemeinden und ihre Verbände in den Bereichen Personal, Liegenschaften und Rechnungswesen den Rendanturen als eigenständige Organisationseinheiten zugeordnet. Im Zuge der geplanten Umstrukturierung werden folgende Veränderungen im neuen Modell Verwaltungsunterstützung umgesetzt:

  • Die Rendanturen als Organisationseinheiten  werden aufgehoben
  • Die bisher in den Rendanturen erbrachten Dienstleistungen werden dem Generalvikariat zugeordnet
  • Die Leistungen werden an sechs Standorten der Verwaltungsunterstützung erbracht
  • Die fachliche und disziplinarische Führung erfolgt zentral in den Fachbereichen des Bischöflichen Generalvikariats und überwiegend virtuell
  • Die Aufgaben der Rendant*innen als betriebswirtschaftliche Berater*innen bleiben erhalten, ihre Führung erfolgt durch die Servicestelle
  • Zur Unterstützung der Kirchengemeinden wird die Rolle der Verwaltungsleitung eingeführt. Für Kirchengemeinden, die einen größeren Unterstützungsbedarf haben, wird sukzessive die Rolle "Verwaltungsleitung" eingeführt. 

Die neue Struktur bringt veränderte Abläufe, Berichtslinien und Kommunikationsformate mit sich. Das Projekt Einführung Verwaltungsunterstützung hat zum Ziel, feste fachliche Standards zu definieren, Rollen und Verantwortlichkeiten festzulegen, neue Formen der Führung durch Qualifikationsprogramme einzuführen und den Veränderungsprozess zu begleiten. 

Kontakt

Christian Heckmann Christian Heckmann

Christian Heckmann

Bischöfliches Generalvikariat
Mustorstraße 2
54290 Trier
Blandine Zander Blandine Zander

Blandine Zander

Bischöfliches Generalvikariat
Mustorstraße 2
54290 Trier

Zusammenarbeit zwischen Bischöflichem Generalvikariat, Kirchengemeindeverbänden und Kirchengemeinden

Die neue Verwaltungsstruktur verbindet zentrale Fachkompetenz mit regionaler Nähe: 

Bischöfliche Generalvikariat

Das Bischöfliche Generalvikariat übernimmt die fachliche und organisatorische Steuerung der Verwaltungsdienstleistungen. Dazu zählt auch, dass die Führung der Mitarbeitenden, welche bisher innerhalb der Rendanturen erfolgte, nun aus dem BGV erbracht wird. Teamleitungen in den Bereichen Immobilien- und Liegenschaftsverwaltung bzw. Rechnungswesen, sowie Koordinator*innen im Bereich Personal unterstützen bei der Zusammenarbeit.

Kirchengemeindeverbände der Pastoralen Räume

Die Leitungsteams der Pastoralen Räume haben in der Regel eine Person mit betriebswirtschaftlicher Ausbildung in ihren Reihen (Ökonom*in). Sie übernimmt den Vorsitz der Verbandsvertretung des Kirchengemeindeverbandes Pastoraler Raum (KGV PastR). Eine Betreuung durch Rendant*innen ist daher nicht nötig. Der KGV PastR wird von den Fachbereichen Personalverwaltung und Rechnungswesen unterstützt.

Kirchengemeinden

Die Kirchengemeinden erhalten weiterhin individuelle Unterstützung durch Rendant*innen, die als Bindeglied zwischen Gemeinde und Fachbereichen agieren. Sie sorgen dafür, dass die Nähe zur Gemeinde gewahrt bleibt und die Anliegen vor Ort kompetent begleitet werden. 

Rollen und Zuständigkeiten

Rolle Rendant*innen

Rendant*innen bleiben die zentralen Ansprechpersonen für die Kirchengemeinden. Sie beraten in allen betriebswirtschaftlichen Fragen, begleiten die Verwaltungs- und Kirchengemeinderäte und koordinieren die Schnittstellen zu den Fachbereichen Rechnungswesen, Personal und Immobilien. Die fachliche und disziplinarische Führung erfolgt durch die Servicestelle.

Rolle Verwaltungsleitung

Neu hinzu kommt die Rolle der Verwaltungsleitung, welche in Kirchengemeinden mit Vakanz bzw. höherem Unterstützungsbedarf stärker in der operativen Umsetzung von vermögensverwalterischen Aufgaben beteiligt sind. Die Verwaltungsleitungen übernehmen Arbeit im Rahmen des Verwaltungs- bzw. Kirchengemeinderats und verantworten die Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des BGV. Die Verwaltungsleitungen nehmen ihren Dienstsitz nahe der betreuten Kirchengemeinden ein, in den Büros der Pastoralen Räume oder in den Kirchengemeinden selbst.

Standorte

Folgende Standorte wurden im Rahmen des Projekts für die neu zu gründenden Bürogemeinschaften ausgewählt:

  • Koblenz
  • Kaisersesch
  • Kirchberg
  • Bitburg
  • Trier 
  • Saarland (noch in Klärung)

Ausschlaggebend für die Wahl der Standorte waren insbesondere die Erreichbarkeit durch die Mitarbeitenden, gleichmäßige Verteilung über das Bistum und die verkehrstechnische Anbindung der einzelnen Orte. 

Bürokonzept

Bürogemeinschaften sind keine in sich geschlossenen Organisationseinheiten.

Jede Bürogemeinschaft verfügt über eine Standortleitung, die sich um organisatorische Fragen zur Funktionalität der Arbeitsplätze kümmert.

Rendant*innen und Verwaltungsleitung haben ihren Dienstsitz in der Regel in den Kirchengemeinden ihres Zuständigkeitsbereichs / in den Büros der Pastoralen Räume.

Die teaminterne Zusammenarbeit erfolgt standortübergreifend und überwiegend virtuell.